Gestern war also das CIT. Zusammen mit Rob, Joost und Kaitlin sind wir eine Stunde südlich nach Monument gefahren. Wie gewohnt, kamen wir etwa fünf Minuten vor Anpfiff an. Aufwärmen musste also ausfallen. Die Halle war ganz ok. Der Boden war schön schnell und hart, also topsten die Bälle nicht ewig durch die Halle. Leider war die Halle wieder sehr kurz, dafür aber ein bisschen breiter, etwa die Größe eines Basketballfelds. Man konnte also relativ normal mit voller Besetzung spielen. Als Schusskreis musste die Drei-Punkte-Linie herhalten. Das war etwas ungewohnt, weil der Schusskreis im Hockey normalerweise nicht bis zur Grundlinie ausläuft, sondern von beiden Banden etwas angeschnitten ist. So ist es mir ständig passiert, dass ich Gegnern in den Ecken auf den Fuß gespielt habe, um eine Ecke zu bekommen. Dummerweise waren halt noch nicht im Schusskreis. Auch etwas ärgerlich war das Fehlen von kleinmaschigen Tornetzen. So wurden uns einige Tore aberkannt, weil die Schiris schlicht nicht sehen konnten, auf welcher Seite des Pfostens der Ball durchs Netz geflogen ist. Auch nervig war, dass die Schiris etwas mit unseren Strafecken überfordert waren. Wie üblich, stoppte ich den Ball und der Schütze schoss mit einem Ziehschlänzer aufs Tor. Mir war nicht klar, ob die Schiris das Prinzip eines Ziehschlänzers nicht verstanden, oder einfach nur schlechte Augen hatten, jedenfalls wurden uns bestimmt fünf Eckentore nicht gegeben, weil wir “angeblich” außerhalb des Schußkreises geschossen haben. Joost wäre fast der Kragen geplatzt. Ich nahm’s mit Galgenhumor.
Für das Turnier waren vier Teams angetreten. Zwei Teams aus Colorado Springs, eine Mannschaft aus Fort Collins und wir, die Denver Field Hockey Club Adult Mixed. Die Mannschaften waren sehr ausgeglichen. So endeten unsere Spiele zum Beispiel nie mit mehr als einem Tor unterschied. Wir wurden mit einem Bilanz von 2 W – 2 L – 1 T Dritter. Der Running Gag des Turniers waren meine Schuhe. Die Amis hatten noch nie zuvor Adidas Stabil Hallenschuhe gesehen. Ich schwöre auf das Modell, weil ich darin keine Blasen bekomme und der Schuhe auch relativ gut gegen Bälle schützt. Zugegeben, das neueste Design ist schon etwas auffälliger, aber dass ich am Ende des Turniers den Ehrenpreis für die schönsten Schuhe bekommen habe, hat mich doch etwas überrascht.
Das Turnier hat aber riesigen Spaß gemacht und ich konnte mich voll austoben. Mit der Quittung, dass ich heute vor Muskelkater kaum aus dem Bett kam.
Da heute der gesetzliche Feiertag “Presidents Day” ist, war aber zum Glück kaum was zu tun. Also hab ich die meiste Zeit damit verbracht, die Teilnehmer unseres Superunknown IX Wettbewerbs zu sortieren. Wie jedes Jahr können Kids ein kurzes Video von ihrem skifahrerischen Können einreichen und wir küren dann Anfang März das nächste Supertalent. Der Gewinner wird zu unseren Parkshoots eingeladen und bekommt kleine Sponsorenverträge. Natürlich kamen die meisten Beiträge am letzten Tag herein. Die Kids liefern teilweise die kuriosesten Video-Formate und Codecs ab. Ebenfalls Kopfzerbrechen bereiten die Benennung ihrer Dateien. Bei fünf Videos mit dem Namen “superunknown.mov” heißt es dann erstmal sortieren. Da erinnert man sich gerne an das Propädeutikum vom Professor Harald Pulch zurück. Eines der wichtigsten Dinge, die er uns eingetrichtert hat, ist eine vernünftige Benennung aller Dateien.








