Mhhhh

Nicht viel los zur Zeit. Das übliche Programm aus Merchandise, Meetings und Office Kram. Wir sind dem Umzug schon ziemlich nahe. Im Moment werden unsere Schreibtische und der Verkaufsraum fertig gemacht. Es dauert halt einfach Zeit. Ich bin schon echt “over it” und freu mich auf die Tage, wenn wir das Thema abschließen können.

Gestern war ich mit Anne in dem Dokumentarfilm über Bob Marley. Sehr guter Film. Hatte echt nicht gewusst, was für einen Einfluss Marley auf Jamaica hatte. Sehr interessante Geschichte.

Am Dienstag oder Mittwoch kommen dann also Matze und Julia nach Denver. Dann gibt’s sicherlich wieder etwas mehr zu erzählen. Liegt aber wohl auch gerade daran, dass ich vom Hockey komme. Mit gut müde gerade. Kaitlin und Will wollen gleich noch Spiel 7 der Denver Nuggets vs LA Lakers in der Park Tavern schauen. Mal schauen, ob ich mich da noch mal aufraffen kann. Aber schließlich ist Will nur zu Besuch, das sollte man eigentlich nutzen.

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Warum die USA so schnell keine Medaille im Hockey gewinnen wird

Leider nur auf Englisch, aber auf ESPN, dem größten US Sportsender, findet man gerade einen Bericht über einen Jungen, der nicht mehr in der Mädchenmannschaft Hockey spielen darf. Er sei zu gut geworden. Dabei ist er meist zwei Köpfe kleiner und mehrere Jahre jünger als seine Team-Kolleginnen. In dem Bericht wird viel über Title IX zitiert. Das ist ein Gesetz im Hochschulsport, dass jeder Uni und Highschool vorschreibt, dass es genauso viele Mädchen wie Jungen Teams an der Schule geben muss. Wenn eine Schule also ein Footballteam haben will, muss es zum Ausgleich eine Teamsportart für Mädchen anbieten. Das ist dann zB Hockey oder Volleyball. Title IX besagt außerdem, dass einem Mädchen nicht der Zugang zu einer Jungenmannschaft verwehrt werden darf, falls sie keinen vergleichbaren Ersatz findet. Allerdings gilt diese Regel auch für Jungs.

Hier aber zum Artikel: http://espn.go.com/high-school/story/_/id/7902557/male-field-hockey-player-keeling-pilaro-fighting-stay-field

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Japanisch und Mexikanisch für Amerikaner

In meinem letzten Beitrag hatte ich total vergessen, über mein Erlebnis bei Benihana zu berichten. Für Lindseys Geburtstag wünschte sie sich ein Dinner in dem japanischen Restaurant. Benihana ist eine Restaurant Kette, in der die japanische Ess- und Kochkultur perfekt auf das Amerikanische Publikum abgestimmt ist. Einige von euch haben das sicher schon mal in einer US Fernsehserie oder einem Film gesehen. Die Gäste sitzen an einem großem Tisch mit einer riesigen Herdplatte, dem sog. Hibachi, in der Mitte. Dort bereitet ein “Koch” einem live und mit großem Tam Tam sein Essen zu. Die Anführungszeichen deshalb, weil bei Benihana fast mehr Wert auf die Akrobatik als auf seine Kochkünste gelegt werden. Wie bei so vielem in USA geht es hauptsächlich um die Show. So jongliert der Koch mit Spachtel, Pfeffermühle, Soßenspender und sämtlichen Lebensmitteln, während vor den Nasen zur Gäste das Essen auf dem Tisch schmort. Auf dem Foto sieht man zB. wie der Koch Zwiebelringe zu einer Pyramide stapelt, in die Mitte Wasser und Öl schüttet, dass dann mit großem Druck verdampft und aus der Pyramide schießt. Dazu klopft der Koch mit der Spachtel auf den Herd, schiebt den dampfenden Zwiebelberg über den Tisch und imitiert eine Dampflokomotive.

Wenn ihr das so lest, dürfte es euch auch sicher nicht wunder, dass fast an jedem Tisch ein Kindergeburtstag stattfindet. Das Restaurant ist ein gutes Beispiel dafür, wo man am besten hingeht, wenn der gewöhnliche Ami mal was erleben möchte. Mit gehobener Küche hat das eher wenig zu tun. Man wird so mit Appetizern und Beilagen vollgestopft, dass man kaum das Hauptgericht genießen kann. Hauptsache der Ami wird satt. Durch die vielen Köche, Herdplatten und Geburtstagsständchen singenden Bedienungen herrscht im Restaurant nicht wirklich eine entspannte Atmosphäre. Von dem Bonus, dass die Klamotten danach genauso riechen wie das Essen, mal ganz zu schweigen. Unterhaltsam war es ja, aber ich muss es nicht noch mal haben. Da geh ich lieber zu Domo’s. Achja, wie es sich für einen Erlebnispark gehört, gabs das Gruppenfoto beim Bezahlen inklusive.

Und da im Schmelztiegel Amerikas keine Kultur sicher ist, wurde gestern Cinco de Mayo gefeiert. Mittlerweile hab ich erfahren, dass es sich bei dem Feiertag um den Mexikanischen Unabhängigkeitstag handelt. Für den Ami bedeutet das einen Tag mit Margaritas, Cervezas und mexikanischem Essen. Chip und Amira hatten uns zu einer gemütlichen Runde “Wir tun mal so, als wären wir Mexikaner” geladen. Leider startete der Abend unter keinem guten Stern, da Amira ihren Hund in die Tierklinik fahren musste. Ihr Hund wurde von einer Biene oder Wespe gestochen und reagierte mit einem allergischen Schock. Am Wochenende ein Hund zum Tierarzt zu bringen ist wahrlich nicht billig. Es kostete Amira alleine schon $75 um durch die Tür zu gehen. Allerdings war das die richtige Entscheidung, denn der Tierarzt meinte, dass der Hund hätte sterben können.

Jedenfalls vergnügten wir uns später in gemütlicher Runde mit gutem Essen und Bier. Auch ein hereinziehendes Gewitter konnte uns lediglich nach Innen scheuchen, nicht aber unsere gute Laune vertreiben.

Heute spielte ich nach langer Abstinenz mal wieder Hockey. Durch den Besuch von Timor und meinem Trip nach Sun Valley hab ich einige Sonntage verpasst. Um so motivierter war ich heute. Ich freu mich schon sehr darauf, nächsten Monat in Chicago bei einem Turnier zu spielen. Mit Schiris, Torhütern und Großfeld macht es einfach am meisten Spaß!

 

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Catching up

Nicht nur mit dem Bloggen sondern auch mit der Büroarbeit befinde ich mich gerade in einer Verfolgungsjagd. Also nicht lang fackeln, zurück zum Thema.

Neben unseren Stammkader aus Skifahrern hatten wir dieses Jahr zum ersten Mal Torin Yater-Wallace mit dabei. Auf der Heimfahrt nach Denver konnte ich ihn etwas näher kennen lernen. Torin ist deshalb sehr interessant, weil er mit seinen 16 Jahren schon einiges erreicht hat und dieser Saison zur Weltspitze des Halfpipe Skiings aufgestossen ist. Torin ist deshalb auch im Kader des US Freeski Teams, was sich als großes Ziel die Olympischen Spiele in Sochi auf die Fahne geschrieben hat. Freeskiing und Olympia finden ja gerade erst zusammen und nicht Wenige aus der Szene kritisieren die unausweichliche/nötige Professionalisierung des Freeskiing und deren Fahrer. So hat auch Torin einen Agenten, Dopingproben, Trainingsplan und Ernährungsberater. Besonders den Franzosen fällt es bei der Aussicht auf Olympia sehr schwer, den ursprünglichen Flair von Style, Gelassenheit und Freundschaft beizubehalten. So kommt es auch ständig zur Diskussion von Future Spins vs Style. Mit Future Spins meint man das Olympische Prinzip des höher, schneller, weiter was sich im Freeskiing durch größere Sprünge und noch mehr Rotationen ausdrückt. Viele Insider kritisieren, dass dabei der Style auf der Strecke bleibt und wir uns in Richtung Ski Areals – krasser ausgedrückt Kunstturnen – bewegen. Es wird also interessant zu sehen, wie sich Torin entwickelt. Bis jetzt ist er aber ein sehr netter, bescheidener Zeitgenosse und mit seinem herausragendem Talent können wir noch einiges in den nächsten Jahren von ihm erwarten.

Auf der Heimfahrt durch Wyoming machten wir auch mal kurz in einem Feuerwerksgeschäft halt. In den meisten Bundesstaaten ist der Verkauf von Feuerwerkskörpern ganzjährig verboten. Wyoming macht da eine Ausnahme. Deshalb befinden sich besonders in Grenznähe zu den Nachbarstaaten eine Fülle von Supermärkten, die fast ausschließlich Böller verkaufen. Etwas mulmig wird einem da schon, wenn man Regale über Regale nur mit Schwarzpulver durchschreitet. Zeug gibt’s da – man glaubt es kaum.

Die Woche hab ich mir seit ca. 20 Jahren das erste Mal wieder ein Fanartikel der Deutschen Nationalmannschaft gegönnt. Zum einen gefällt mir das grüne Retro-Design extrem gut und zum anderen wollte ich mich für die bevorstehende Euro2012 rüsten. Man muss ja zeigen, wo man her kommt!

Gestern hat Anne wieder zum Dinner geladen. Wir wurden mal wieder mit ausgezeichnetem Lachs, Pasta und Salat verwöhnt. Anschließend machten wir noch eine kleine Kneipentour. Und heute Nachmittag haben Chip und Amira zum Cinco de Mayo eingeladen. Das ist ein Mexikanischer Feiertag über den kein Ami weiß, was überhaupt gefeiert wird. Es wird ähnlich wie St. Patrick’s Day einfach mal wieder ein Anlass gefunden, um mal andere Drinks auszuprobieren und zu feiern. Schau mer mal!

Achja, und heute morgen ging Liverpools Saison endgültig in die Binsen. Im FA Cup Finale gegen Chelsea verloren. Der Cup Gewinn wäre die letzte Möglichkeit gewesen, die verkorkste Saison etwas ins rechte Licht zu rücken. Naja, dann halt nächstes Jahr.

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Zurück in Denver

Hier schon mal ein paar Fotos. War die letzten beiden Tagen im Auto unterwegs. Nach zwei letzten sehr erfolgreichen Drehtagen mit Helicopter und Sonnenschein ging es wieder zurück nach Denver mit kurzer Übernachtung in Park City, UT. Und jetzt bin ich zu beschäftigt, um ausführlich zu berichten. Genaueres gibt es dann hoffentlich später.

So sieht Skifahren im Sommer aus

Torin Yater-Wallace begeistert die Massen

Typisch Wyoming

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