Beethoven und Dew Tour

Vor zwei Wochen war ich mit der Clique beim Konzert der Colorado Symphony. Gespielt wurde an diesem Abend ausdrücklich Beethoven. Allerdings verpassten wir die Ouvertüre von Fidelio. Mit neun Leuten bewegt es sich natürlich etwas langsamer. Vor dem Konzert hatten wir uns bei Steph und Jared in der Wohnung getroffen. Als die Menge dann endlich in Bewegung kam, mussten wir etwas auf die Taxen warten. Und weil das noch nicht ausreichte, war an dem Abend auch noch eine Weihnachtsparade mitten durch die Innenstadt. So kamen wir ein paar Minuten zu spät ins Foyer und mussten uns den ersten Teil am Fernseher anschauen. Zum Glück wurden wir aber nach der Ouvertüre reingelassen. Natürlich glotzte der Saal zweimal verwundert. Zum einen, dass da auf einen Schlag neun Leute zu spät kommen, und dann waren wir in deren Augen quasi Teenager. Jedenfalls bot uns dann Jeffrey Kahane das Klavier Konzert Nr. 5. Nach dem Werk wurde der Pianist frenetisch mit stehenden Ovationen gefeiert. Mir fehlt da die Kenntnis um seine Leistung zu beurteilen, aber entweder war er wirklich so gut, oder das Publikum ist für jedes bisschen Hochkultur dankbar. Dank des anhaltenden Applaus, legte Kahane sogar noch eine Zugabe drauf. Nach der Pause gab’s noch den Gassenhauer der 5. Symphonie, was auch wieder sehr gut ankam. Natürlich wurde ich wieder von einer älteren Dame hinter mir gefragt, was uns denn dazu motiviert hat, ins Konzert zu gehen. Ist nicht das erste Mal, dass ich vom älteren Publikum für meine Anwesenheit in einem Konzert- oder Opernsaal gelobt worden bin. Fragt sich nur, wie alt ich erst werden muss, bis sich die Leute nicht mehr wundern.

hot possie goes symphony

v.l. Jeff, Kate, Colin, Hana, ich, Jon, Liz, Steph, Jared

Aber immerhin hat es allen meinen Freunden auch sehr gut gefallen. Für die meisten war es tatsächlich der erste Besuch bei der Colorado Symphony. Mal sehn, ob der Besuch noch mal eine Wiederholung findet.

Am letzten Wochenende war dann eher Kontrastprogramm angesagt. Wie immer Anfang Dezember macht der Dew Tour Wettkampf in Breckenridge halt. Da versammelt sich wieder die halbe Ski-Industrie im Bergdorf, was einen guten Grund gibt, um sich auch mal wieder zu zeigen. Gemeinsam mit Jon, Jeff und Owen fuhren wir am Freitag morgen nach Keystone um erstmal selbst Ski zu fahren. Zum Glück war im Skigebiet so gut wie nix los. So konnte ich ungestört im Skigebiet ein paar Runden drehen, während sich die anderen drei im Funpark vergnügten. Allerdings kann die Region noch dringend etwas mehr Schnee vertragen. Der blaue Himmel und die warmen Temperaturen machten fast den Anschein, als würde man gerade an Ostern Ski fahren. So sind auch immer noch längst nicht alle Pisten geöffnet. Aber zum Glück hat es die letzten Tage wieder etwas in den Bergen geschneit. Ansonsten wird es für die Hauptsaison echt düster.

Als wir dann am Nachmittag nach Breckenridge fahren wollten, bemerkte Owen, dass er seinen Autoschlüssel verloren hatte. Jon und ich warteten also eine Weile in Jon’s Auto, während Jeff und Owen in Nadel im Heuhaufen suchten. Natürlich vergeblich. Dieser Verlust war für Owen aber besonders bitter, da es sein einziger Schlüssel war. Nach der vergeblichen Suche und ein paar Telefonaten gab es nur eine Lösung. Ein Abschleppdienst musste erst mal den Wagen knacken, damit Jeff und Owen an ihre Sachen kamen, und dann musste Owen den Wagen nach Denver zu einer VW Werkstatt abschleppen lassen. Bei der Entfernung kommt da eine saftige Rechnung auf in zu. Das sollten jedem eine Lehre sein, immer einen Ersatzschlüssel zu haben. Nachdem Owen also versorgt war, fuhren Jeff, Jon und ich nach Breck. Nach einem kurzem Abstecher beim Rail Jam, trafen wir uns mit ein paar Freunden zum Essen. Anschließend stand die feucht fröhliche Freeskier Party auf den Programm wo wir neben Josh noch zahlreiche bekannte Gesichter antrafen.

Nachdem wir bei einem Freund von Jon in Breck übernachtet hatten, fuhren wir am Samstag noch für einen kurzen Abstecher wieder nach Keystone. Natürlich war am Wochenende etwas mehr los und so fuhren wir nach ein paar Runden schon wieder weiter nach Hause um nicht im Verkehr stecken zu bleiben. So hab ich doch wenigstens wieder im alten Jahr noch meine Saison starten können. Und dank des kostenlosen Medien-Passes des Hauptkonzerns Vail Resort, werd ich sicherlich diesen Winter noch ein paar mal ins Summit County fahren.

Im Büro geht’s wieder munter zur Sache. Josh scharrt schon seit mehreren Tagen mit den Füßen, da er endlich den Kaufvertrag für das Bürogebäude unterschreiben will. Doch der Verkäufer stellt sich bei den Verhandlungen etwas quer und so wissen wir immer noch nicht, ob das Geschäft tatsächlich stattfinden wird.

Ich bin gerade vor allem mit dem Weihnachtsgeschäft zugange. Nach dem großen Ausverkauf gilt es jetzt wieder unsere Bestände aufzufüllen. Dazu durfte ich mal wieder unseren Level 1 Wein gestalten, der an einige Geschäftspartner verschenkt wird.

level1_wine_2014

Und die restliche Zeit verbringe ich mit der Gestaltung von Angeboten für Sponsoren. In dem Rahmen haben Josh und ich die letzten Tage auch endlich mal ein Show Reel geschnitten. Mit dem Video hoffen wir auch ein paar kommerzielle Kunden an Land ziehen zu können. Das Video könnt ihr euch auf unserer neuen Website www.level1.us anschauen. Die Domain haben wir uns neulich unter den Nagel gerissen, um die kommerzielle Seite der Firma etwas von dem Freeskiing Geschäft zu trennen. Die Website hab ich heute noch schnell provisorisch zusammengeschustert. Das ist aber noch nicht die Endlösung und dient erstmal nur als Platzhalter.

So, damit geht hier schon wieder ein Jahr dem Ende entgegen. Morgen fliege ich nämlich schon für die Weihnachtszeit nach Deutschland. Bisher ist nur ein Kurztrip nach München und ein paar Tage in Burgberg geplant. Die restliche Zeit werd ich wohl in Ruhe in Schweinfurt verbringen. Ich melde mich dann wieder schriftlich im nächsten Jahr. Bis dahin, vielen Dank für’s Blog lesen, ein frohes Fest und einen guten Rutsch!

 

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