Heimaturlaub

Zähneknirschend hab ich jetzt meine Flugtickets gebucht. Den Flug nach Deutschland hatte ich schon als Round-Trip damals im März gebucht. Also musste ich jetzt nur einen Flug zurück nach Denver finden. Allerdings ist das im Januar nicht gerade billig. Bei den Terminen hab ich mich mehr oder weniger daran orientiert, wann es am günstigsten ist. Ich lande also am 15. Dezember in Frankfurt. Für die Zeit vor Weihnachten hab ich noch keine Pläne, allerdings werd ich sicherlich versuchen, mal in Mainz vorbeizuschauen. Weihnachten ist dann traditionell in Schweinfurt. Silvester werde ich dieses Jahr wohl mit Freunden in Berlin feiern. Und über das 3 Königswochenende geht es mit den Mainzer Hooligans nach Burgberg. Am 11. Januar geht dann mein völlig überteuerter Flieger wieder zurück nach Denver.

In letzter Zeit hab ich mal wieder etwas mehr Zeit gehabt, ein paar Filme zu schauen. Von The Rum Diary hab ich ja gestern schon geschrieben. Zu empfehlen sind die beiden Dokumentarfilme Inside Job und Page One – Inside the New York Times. Inside Job beleuchtet noch einmal die Hintergründe des großen Crashs von 2008. Sehr gut erklärt mit erschreckenden Erkenntnissen. Page One berichtet über einen längeren Zeitraum der New York Times. Die Doku ist deshalb sehr interessant, weil es besonders darum geht, wie die Zeitung mit der sich verändernden Medienlandschaft umgeht. Nicht nur für meine Schwester ein sehenswerter Film. Außerdem konnte ich endlich den deutschen Film Unter Dir die Stadt auftreiben. Ein sehr interessantes Werk. Ungewöhnlich kalte, man glaubt zu Beginn sogar holprige Dialoge und verhaltenes Schauspiel geben dem Film eines merkwürdigen Beigeschmack. Doch je weiter sich die Geschichte entwickelt, umso besser versteht man das Konzept hinter der merkwürdigen Darbietung. Der Film dreht sich um die Welt der aufstrebenden Bänker in Frankfurt. Ein wenig wie die deutsche, avantgardistische Antwort auf Wall Street. Mir hat der Film sehr gut gefallen. Wer Unter Dir die Stadt ebenfalls gesehen hat, möge sich doch bei mir melden. Beim Schluss gibt es nämlich reichlich Diskussionsbedarf.

Auf der Ärbet ist wie üblich Tagesgeschäft angesagt. So musste ich heute zB kleine Animationen gestalten, die als Einleitung und Schluss für kurze Web-Videos von Tyrolia’s Peak Skibindungen benutzt werden. Dabei hatte ich völlige Freiheit. Keine Ahnung warum, aber ich habe mich dann für eine Homage an den C64 Computer entschlossen. Manchmal kommen die Ideen aus den unergründlichen Ecken des Gehirns. Nach kurzer Gedächnisnachhilfe via Youtube und Wikipedia hatte ich schnell den typischen Look des Commodore Betriebssystem Basic nachgebaut. Die Logos von Tyrolia und Peak hätte ich gerne als 64bit Grafik dargestellt. Aber das wäre den Sponsoren wohl zu pixelig, also musste ich ein bisschen schummeln. Den Experten/Nerds wird das sicherlich auffallen, dass da einige Farben und Pixel zu viel auftauchen. Wenn die Videos fertig sind, werd ich mal einen Link posten.

Ansonsten kann ich nur erzählen, dass Freedle wieder in Denver ist. Er war für fast einen Monat mit Taylor Brown in Montana beim Jagen und Fischen. Klingt sehr abenteuerlich, was er da so alles zu erzählen hat. Mit dem deutschen Stil – mit dem G-Modell von Mercedes 25 Minuten in den nächsten Wald fahren, sich auf den Hochsitz setzen und warten – hat das relativ wenig zu tun. Montana ist so riesig, dass man dort noch so richtig in der Wildnis verschwinden kann.

Tobi, unser schwedischer Praktikant hat sich heute ein MacBook Pro gekauft. Über Hydle hat er einen guten Deal für ein 15″ für 1.500$ bekommen. Er ist jetzt überglücklich, denn in Schweden hätte er nicht mal ein 13” Laptop für unter 3.000$ kaufen können! Alter Schwede. Das ist mal ein ordentlicher Preisunterschied.

 

This entry was posted in GER ≠ USA, News, Work and tagged , , , , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.