May showers bring June Flowers

Eigentlich heißt das Sprichwort “April showers bring May flowers”, doch wir hatten dieses Jahr eines sowas von verregneten Mai, dass die Redewendung auch so sehr gut passt. In einigen Teilen Colorados hat es im Mai bereits die Durchschnittsmenge des Jahresniederschlags übersprungen. Glücklicherweise waren es aber meistens normale Regenfälle, so dass der Staat ohne Überschwemmungen ausgekommen ist. Es hat halt einfach nur fast jeden Tag geregnet, was in Denver echt ungewöhnlich ist. Anfang Mai hat’s sogar nochmal in der Stadt geschneit. Dem entsprechend hungrig sind die Bewohner jetzt wieder auf alle möglichen Sommeraktivitäten. Man konnte einfach nix draußen planen, weil einem ständig der Regen einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Daher bestanden meine Aktivitäten im Mai hauptsächlich aus dem gewöhnlichen Wochenrhythmus.

Auf der Arbeit haben Josh und ich viel mit der Planung des Bürogebäudes verbracht. Jetzt liegt es daran, die riesige Wunschliste ins Budget zu quetschen. Mal sehen, was da am Ende noch übrig bleibt.

Und sonst gibt es als berufliches Highlight zu nennen, dass wir letzte Woche den Titel unseres neuen Films veröffentlicht haben.

Damit beginnt für mich wieder die heiße Phase der Post-Produktion. Ist jedes Jahr immer etwas gruselig, wenn ich dran denke, was für den Film alles gemacht werden muss. Unzählige grafische Anwendungen, Titel Design, Werbung, Drucksachen, Tour und und und… Ist ja aber zum Glück nicht das erste Mal. Es ist sogar schon der achte Film, bei dem ich meine Hände im Spiel habe. Damit hab ich jetzt genau die Hälfte der Level 1 Geschichte mitbestimmt. Schon irgendwie krass.

Neulich hab ich Kaitlin und Dan die europäische Sonderheit des Eurovision Song Contest näher gebracht. Hin und wieder kommt der Contest mal wieder in Gesprächen auf, wenn ich die amerikanische mit der europäischen Pop Kultur vergleiche. Und irgendwie ist es echt witzig, sich dieses Kuriositätenkabinett anzuschauen. Zu Ehren des Gastgebers Österreichs, hab ich für alle Schnitzel gekocht. Nächstes Jahr gibt’s dann also schwedische Hackbällchen.

Memorial Day

Dann war da noch das Memorial Day Weekend. Der letzte Montag im Mai ist traditionell der gesetzliche Feiertag Memorial Day zum Gedenken an die gefallenen Soldaten. Das Wochenende ist auch immer ein wenig der inoffizielle Start in den Sommer. Viele Schulen und Universitäten beenden vor dem Tag das Lehrjahr und die meisten Nationalparks und Bergpässe werden offiziell eröffnet. Viele Amis nutzen das Wochenende für Kurztrips zum Camping. Auch wir hatten überlegt, zum Zelten zu fahren, doch wie oben gesagt, war das Wetter einfach zu beschissen. Also luden Jon und Liz zu einem BBQ in der Wohnung ein. War auch sehr schön. Allerdings hab ich das Wochenende viel zu viel Dosenbier konsumiert.

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Dieses Wochenende war es dann endlich mal wieder schön und so strömten die Menschen auf die Straßen, als wären sie gerade aus dem Winterschlaf erwacht. Am Sonntag lud Jon zu seinem Sinvitational ein. Dabei trafen sich einige seiner Ski-Freunde zum lässigen Jibben im Gipfel des Loveland Passes nahe A-Basin. Da liegt nämlich noch genügend Schnee. So vergnügten wir uns also den Sonntag im Schnee, bis sich Jon seine Schulter auskugelte. Blöderweise wusste niemand von uns so richtig, wie man den Arm da wieder einrenkt. Nach 30 verzweifelten Minuten gaben wir auf und Jon musste sich mit ausgekugelter Schulter einen Hang zum Auto hochschleppen. Dann fuhr ihn ein Kumpel zum Skigebiet A-Basin, das immer noch geöffnet hat. Allerdings fast die Bergwacht sowas auch nicht an. Komischerweise. Also musste Jon weiter nach Frisco in das kleine Krankenhaus. Inzwischen hatten sich seine Muskeln so verkrampft, dass selbst der Arzt die Schulter nicht einfach so einrenken konnte. Erst nachdem Jon für eine Minute betäubt wurde, entspannte sich sein Körper und der Arm flutschte wieder in seine Fassung. Während Jon also sein Abenteuer erlebte, tollte der Rest weiter im Schnee rum. Doch nach ein paar Stunden bemerkte ich, dass überhaupt keine Autos mehr den Pass überquerten. Wir dachten uns also, dass der Pass wohl wegen irgendwas geschlossen sein muss. Und wir mitten drin. Nach ein paar Stunden trafen wir auf einen Mann vom Straßendienst. Durch die steigenden Temperaturen der Mittagszeit, haben sich an einer Stelle im Pass mehrere Nasslawinen gelöst. Eine hat sogar ein vorbeifahrendes Auto von der Straße gedrückt. Der Pass war also Richtung Denver gesperrt. So mussten wir zunächst nach Keystone runter, wo wir wieder Jon einsammelten um dann, in Begleitung der Straßenwacht wieder den halben Pass hochzufahren. Denn Jon hatte dort noch sein Auto geparkt. Jetzt mussten wir wieder umdrehen und auf der anderen Talseite den ganzen Berg umkurven um wieder nach Denver zu kommen. War aber trotzdem ein lustiger Tag, und auch Jon hatte recht schnell wieder seinen Humor gefunden.

Jetzt noch ein bisschen Eigenwerbung. Vor einer Weile hab ich mal eine grafische Homage an unseren verstorbenen Level 1 Husky Luka gemacht.

Ich hab aber nie wirklich eine Anwendung dafür gefunden. Doch jetzt hab ich die Grafik dazu genutzt, mal die Website Society6.com auszuprobieren. Dort kann man seine eigene Kunst hochladen und verkaufen. Die Website regelt den Druck und Versand und man bekommt einen Anteil des Verkaufspreises. In diesem Sinne- hier geht’s zum Shop.

Seit einer Weile hab ich schon eine Idee für eine Reihe an Postern, die ich auf der Plattform gerne verkaufen würde. Bin bisher einfach noch nicht dazu gekommen, die Idee endlich mal zu verwirklichen.

Und jetzt noch ein paar Filme die ich empfehlen kann. Für Arthaus Freunde ist der polnische Film Ida ein muss! Zurecht mit einem Oscar belohnt. Für Fans gepflegter Action ist Mad Max: Fury Road ein absolutes Muss. Der Film hat mich echt von den Socken gehauen. Sonst bin ich nicht so der große Freund von plattem Popcorn Kino, doch der Film ist hat ein unfassbar gutes Produktions-Design, Kostüm und Make-Up, da kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus. Genauso wie die meisten Stunts ist in dem Film das meiste noch handgemacht. Und das merkt man einfach. Dagegen fehlt es den meisten CGI Schlachten der heutigen Actionfilme einfach an dem gewissen Extra. Und für Freunde des schwarzen Humors bietet der argentinische Film Wild Tales reichlich Grund zum Lachen. Ein hervorragend bissiger, kurioser Film in sechs Akten.

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