Thanksgiving

Letzten Mittwoch fuhr ich mit Jonnie und Teddy Sirotek zu deren Eltern nach Ouray. Wieder einmal wurde ich mit vorzüglicher Gastfreundschaft empfangen. So verbrachten wir gemeinsam mit den Eltern und Jonnies Schwester Julie ein langes, sehr gemütliches Wochenende mit viel Essen, Sport schauen und ein wenig Wandern.

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Traditionell gibt es am Donnerstag das große Essen mit Truthahn und zahlreichen Beilagen. Nachdem jeder etwas in der Küche mitgeholfen hatte, fuhren wir ein Menü mit Truthahn, Kartoffelbrei, Süßkartoffelauflauf, Bohnen, Füllung, Rosenkohl und Bratensoße auf. Und zum Nachtisch gab’s Apfel- und Kürbiskuchen. Nach dem Festmahl wird sich dann ebenfalls traditional vor den Fernseher gerollt und American Football geschaut.

Am Freitag drehte sich nach jüngster Tradition alles um den Kommerz. Wie immer nach Thanksgiving wird überall mit Schnäppchen das Weihnachtsgeschäft eingeläutet. Diese Gelegenheit nutzen Jonnie und Teddy um sich für ihr neues Haus einen neuen Fernseher anzuschaffen. Alle Kaufhäuser locken mit krassen Deals die Massen in die  Kaufhäuser, doch da die Verkäufe immer früher beginnen, ist meistens schon Freitag früh alles vergriffen. Doch im Walmart im nahegelegenen Montrose geht es noch etwas gemütlicher zu. Hier fanden die beiden noch einen super Deal für ein 60 Zoll Monstrum.

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Die restlichen Tage verbrachten wir hauptsächlich mit Essen und Faullenzen. Genau das Richtige um mal wieder ordentlich zu entspannen. Aber da man ja nicht nur auf der Couch gammeln kann, hat Ouray zur Abwechslung noch ein paar Dinge zu bieten. So gingen wir zu viert am Freitag Abend in das örtliche Schwimmbad. Das Schwimmbad wird durch natürliche Quellen mit heißem Wasser versorgt. Ebenfalls wieder sehr entspannend. Und anschließend fuhren wir mit dem Auto durch’s Dorf, tranken Bier und Teddy machte ein paar spektakuläre Langzeitfotografien mit einer brandneuen Sony Kamera. So verbrachten wir einen sehr witzigen Abend wo mir zu jeder Ecke des Dorfes eine Geschichte aus deren Jugend erzählt wurde. Besonders witzig war dabei, dass sich die drei Geschwister einige dieser Geschichten selbst noch nicht erzählt hatten. Da kamen einige lustige Details zu Tage.

© Teddy Sirotek

Nachdem wir uns am Samstag wieder mit den Überresten des Truthahn Dinners vollgeschlagen und mit drei Fussballspielen am Stück zugedröhnt hatten, machten Jonnie und ich eine kleine Wanderung zum Box Canyon. Im Sommer muss man einen kleinen Eintritt bezahlen, um in dem Box Canyon zu steigen. Doch im Winter kann man einfach ungehindert seine Kreise ziehen. Und da im Winter die Bachtel wenig Wasser trägt, konnten wir bis runter an den Wasserfall steigen. So bot uns der Canyon einige atemberaubende Blickwinkel.

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Und nachdem wir uns von ganz unten wieder nach ganz oben gekämpft hatten, wurden wir mit traumhaften Ausblicken ins Tal belohnt. Wieder eine gute Gelegenheit, ein paar Fotos zu schießen.

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Was ist sonst noch so los? Ich hab neulich im IMAX Kino den Science Fiction Film Interstellar gesehen. Die Story ist schon ziemlich gut. Allerdings war der Film an einigen Stellen etwas in die Länge gezogen. Doch besonders die viel zu dominante Filmmusik von Hans Zimmer hat mir etwas den Film versaut. Für Science Fiction Fans ist der Film aber trotzdem empfehlenswert. Für meinen Geschmack konnte der Film nicht ganz den Vorschusslorbeeren standhalten.

Im Büro drehte sich die letzten Tage für mich auch alles um den Winterschlussverkauf. Der Black Friday und Cyber Monday sind unsere wichtigsten Tage für den Verkauf von Merchandise. Dem entsprechend nervös bereitet man im Vorfeld alles darauf vor. Es gilt eine Preisstrategie zu erstellen, das Inventar zu aktualisieren und die neuesten Artikel in den Shop zu bringen. Drei Stunden vor Ende des Cyber Monday sieht es wieder ganz gut aus. Am Black Friday haben wir bereits die Zahlen vom Vorjahr übertroffen und es sieht auch so aus, dass wir uns diesen Montag auch wieder verbessert haben. Wir sind also immer noch am wachsen. Das ist insofern sehr wichtig, da es immer wahrscheinlicher wird, dass wir ein eigenes Bürogebäude kaufen werden. Josh steckt immer noch mitten in den Verhandlungen sowohl mit dem Verkäufer und mit seiner Bank. Besonders für die Finanzierung des Kredits ist es gut, dass wir jetzt wieder wachsende Zahlen auf den Tisch legen können.

Diesen Freitag geh ich mit einigen Freunden zu einem Konzert der Colorado Symphonie. Gespielt wird eine Auswahl an Klassikern von Beethoven. Sollte also für alle ein leicht verdauliches Programm sein. Ich freu mich jedenfalls schon drauf.

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Halloween, Mid-Terms, Mothersbaugh und Minusgrade

Zunächst mal die gute Nachricht: Es ist niemand an Halloween mit Hasch-Keksen “vergiftet” worden. War aber auch zu erwarten.

Am 31. Oktober stand also wieder die legendäre TAXI Halloween Party an. Um meinem Motto mit “Etwas Deutsch” treu zu bleiben, entschied ich mich dieses Jahr für den von David Hasselhoff gespielten Protagonisten Michael Knight aus Knight Rider. The Hoff ist zwar nicht wirklich deutsch, aber wir haben ihn ja Dank Mauerfall und zahlreichen Wetten, dass… Auftritten quasi adoptiert. Wir haben Hasselhoff quasi mit den Amis gegen Rammstein eingetauscht.

Leider hab ich es etwas verschlafen, ein gutes Foto von meinem Kostüm zu bekommen. Daher gibt’s nur das ziemlich dunkle Gruppenbild mit Becca und Kelly. Zu meinem Outfit gehörte noch eine stonewashed Blue Jeans, große Gürtelschnalle, eine Casio Armbanduhr und Cowboy Stiefel. Das kam dem Original doch schon ziemlich nahe.

halloween

Da es für meine Verkleidung mal wieder eine Glattrasur benötigte, entstand natürlich der obligatorische Zwischenstand mit Oliba.

oliba

Am Tag vor Halloween hatte Dan noch eine Karte für die Vernissage der Ausstellung von Mark Mothersbaugh für mich übrig. Die MYOPIA Austellung im Museum of Contemporary Art ist wirklich sehenswert. Mothersbaugh ist ein ziemliches Multitalent. Neben der Gründing der Neopunk Band Devo in den 70er Jahren schuf der Künstler ein gewaltiges oeuvre aus Grafiken, Malerei, Skulpturen und Musik. Alles sehr poppig und immer mit einer gesunden Prise Humor. Besonders umgehauen hat mich ein Raum, in dem 30.000 individuell von ihm gestaltete Postkarten ausgestellt waren. Krasses Lebenswerk.

mark mothersbaugh

Vergangene Woche standen ja die Mid-Term Wahlen in den USA an. Neben den Vertretern des Senats wurden in Colorado auch der Gouverneur wiedergewählt. Während es beim Posten des Senators mit Cory Gardner eine politische Wachablösung und einen Farbwechsel gab, blieb mit Gouverneur Hickenlooper alles beim Alten. Wieder einmal verliert der amtierende Präsident im Senat seine politische Mehrheit. Fast schon traditionell wird bei den Mid-Terms die amtierende Partei abgestraft. Zwar läuft unter Obama nicht alles rund, doch zeigt die jüngere Vergangenheit, dass die Republikaner den Karren nach der Machtübernahme erst so richtig in den Dreck fahren. Naja, die Leute werden halt niemals schlauer.

Letztes Wochenende hatte Kaitlin und Dan zu einer kleinen Hausfeier eingeladen. Zur Feier des 25 jährigen Jubiläums des Mauerfalls kam ich als Berliner Mauer. Zum Glück hatte ich noch ein passendes Foto ausgedruckt, ansonsten hätten es wohl keiner meiner Amerikanischen Freunde begriffen.

berlin wall

Seit Montag ist hier der Winter eingebrochen. Und wie immer ging alles ziemlich schnell. Innerhalb von einer Stunde purzelten die Temperaturen von 18 auf -3°C. Und am Dienstag kam dann auch der Schnee. Heute war es dazu noch mächtig kalt. Im Moment hat’s -19°C. Wie zu erwarten fällt in dem 2. Welt Land USA natürlich die Heizung in meiner Wohnung aus. So richtig hat die ja noch nie funktioniert, aber jetzt kam gar nix mehr. Zum Glück habe ich noch ein Stockwerk unter und über mir. So ist die Zimmertemperatur “nur” auf 10°C gefallen. Aber heute Abend war dann endlich ein Handwerker im Haus. Die Klempner hatten heute Großkampftag. In der ganzen Stadt versagen die Heizungen. Da vermisst man mal wieder Buderus – Made in Germany. Nach einigem Gewurschtel im Keller und einem Austausch meines Thermostats kämpft sich die Zentralheizung nun langsam wieder zurück zu wärmeren Gefilden. Inzwischen sind wir bei molligen 16°C angekommen. Dieser Heizungs Faux Pas ist mal wieder ein weiteres Indiz in meiner These des 2. Welt Landes USA. Ich weiß nicht mehr genau, was ich schon alles erwähnt habe, aber in Sachen Technik und Infrastruktur wird man als Deutscher hier wirklich ständig auf die Probe gestellt. Hier wird einfach nichts vernünftig gemacht. Türen schließen nicht, Gehsteige sind krumm, Häuser fallen beim ersten Sturm zusammen und ständig gibt es Stromausfälle.

winter is here

Bei unserer Bürosuche gibt es nicht viel neues. Wir haben uns ja seit ein paar Wochen auf ein Gebäude eingeschossen, aber jetzt geht es halt um die Finanzierung. Daher suchen wir im Moment entweder einen Investor, oder einen Partner, der sich das Gebäude mit uns teilen will. Da gibt’s natürlich einiges zu bedenken und zu verhandeln. Wieder mal ein komplett neues Kapitel, was sich da vor uns gerade ausbreitet. Ist aber alles echt interessant. Ich halte euch auf dem Laufenden!

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Cannabis in Colorado.

Auf SZ.de ist heute ein sehr gut recherchierter Artikel erschienen, der über die aktuellen Themen und Probleme rund um die Legalisierung von Cannabis in Colorado berichtet. Matthias Kolb trifft es ziemlich genau, was hier zur Zeit abgeht. Denn besonders der Markt mit essbaren Cannabis-Produkten (Edibles) geht hier förmlich durch die Decke. Der Journalist erwähnt hierbei die Umschreibung “Amsterdam of America”, ich nenne den wachsenden Markt schon seit längerem The next Gold Rush in Colorado. Aber man hört auch ständig Geschichten von Freunden, die ahnungslos oder versehentlich zu viel konsumiert haben. Gesundheitlich sind die Gefahren einer Überdosis zwar schwindend gering, spaßig ist so ein Trip allerdings auch nicht. Dazu hab ich neulich mal mit jemanden geredet, der in einer Tierarztpraxis arbeitet. Ich fragte ihn, wie oft es vorkomme, dass jemand sein Haustier mit einer Edibles Überdosis einliefert. Und er meinte: “Das kommt zur Zeit mehrmals täglich vor.”

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Zombies

Der Oktober geht langsam dem Ende entgegen und das bedeutet es ist wieder Halloween Zeit. Traditionell findet Mitte des Monats der Zombie Crawl statt. Im Grunde wiederholten wir exakt das Programm vom letzten Jahr. Wir trafen uns Mittags bei Jon und Liz, wo wir uns mit Kunstblut und Makeup verzierten. Die Mädels hatten sich mal wieder abgesprochen und waren mit ziemlich beeindruckenden Kostümen am Start. Ihr Motto waren die untote Variante von Disney Figuren. Von links nach rechts waren das Schneewittchen, Elsa von Frozen, Alice, Cinderella und Tinker Bell von Peter Pan.

disney zombies

 

Ich verpasste mir mit etwas Schminke einen eher gewöhnlichen Zombie Look. Nichts herausragendes.

zombie wound

Anschließen wanderte die Meute in die Innenstadt zur eigentlichen Parade.

zombie crawl

Nach der Parade ging es wieder zu Steph und Jared’s Apartment. Dort ergatterte ich für einen Moment Elsa’s Perücke und Jared’s Hut.

zombie costume

Das Wochenende darauf veranstalteten Steph und Jared wieder ihre Hexennacht mit merkwürdigen Drinks und Hocus Pocus Drink Spiel. In Mainz war ich ja ein ziemlicher Fassenachtsmuffel, aber hier mit der Truppe ist es eigentlich immer echt witzig. Muss an der Abwesenheit von Helene Fischer oder de Höhner liegen. Halloween hat doch ein bisschen einen anderen Flair als Fasching. Nächsten Freitag steht wieder die legendäre Halloween Party im TAXI Complex auf dem Programm. Mein Kostüm wird wieder etwas mit Deutschland zu tun haben. Mehr wird aber noch nicht verraten.

october in colorado

Das Wetter hier ist wieder mal herrlich. Zwar hat letzte Woche das erste Skigebiet aufgemacht, aber daran denke ich noch überhaupt nicht. Ich genieße noch die strahlende Sonne, das trockene Laub und die warmen Temperaturen (27°C letzten Mittwoch!).

Ansonsten war ich die Tage noch mit Becca auf zwei Konzerten. Bonobo und Little Dragon. Beide hatte ich in den vergangenen Sommern auf dem Worldwide Festival in Frankreich gesehen. Während Bonobo diesmal eher enttäuschend war, fand ich Little Dragon in Denver aber besser. War diesmal ein besseres Set mit besserem Sound. Ist wahrscheinlich der Vorteil, wenn man sein eigenes Konzert hat, im Gegensatz zu einer Stunde bei einem Festival.

Auf der Arbeit gibt’s zwei interessante Geschichten. Unser Mietvertrag im Büro geht zwar noch zwei Jahre, allerdings hatten wir von unseren Nachbarn in der Kunstgalerie einen Warnschuss erhalten. Deren Mietvertrag war nur für vier Jahre abgeschlossen. Und für November kam unser Vermieter also mit seinen neuen Mietansprüchen zu unseren Nachbarn. Deren Miete stieg um üppige 100%. Gentrifizierung im vollen Ausmaß! Ich erzähl das ja schon immer wieder, wie Denver gerade boomt und eine Nachbarschaft nach der anderen umgedreht wird. Als wir vor drei Jahren ins Büro zogen, war die RiNo Nachbarschaft noch ziemlich heruntergekommen. Drei Jahre später sieht das schon ganz anders aus. Um uns herum sind mehr und mehr Büros, Galerien und Restaurants. Wir sind also Opfer unseres eigenen Handels geworden. Aber nicht nur in RiNo, sondern in ganz Denver schießen die Mieten durch die Decke. Nicht nur für kommerzielle Gebäude sondern besonders auch für Wohnhäuser. Denver zählt nach wie vor zu den am stärksten wachsenden Populationen im Alter von 25-35. So hatten wir auch schon vermutet, dass unsere Miete für das Büro deutlich steigen wird, allerdings können wir in zwei Jahren etwas mit einer 200% Mietsteigerung rechnen, wenn der Markt in dem gleichen Tempo weitermacht. Dieser Warnschuss war also für Josh der Anlass, sich ernsthaft nach einer käuflichen Alternative umzuschauen. Wenn man das ganze etwas durchrechnet, dann sollte ein Kredit auf lange Sicht deutlich günstiger sein, als die horrenden Mieten abzudrücken. So verbrachten wir die letzten Woche also in einigen leerstehenden Gebäuden. Dabei sieht man eine bunte Mischung aus schäbigen Fabrikhallen, miefigen Büros oder wunderschönen, aber in die Jahre gekommenen Gebäuden. Allerdings ist es recht schwierig, für unsere Ansprüche und Bedürfnisse das Richtige zu finden. Vor allem die Größe ist ein Problem. Die meisten Objekte müssten wir aufteilen und einen Anteil weitervermieten. Dazu kommt natürlich, dass die meisten Gebäude entweder ordentlich saniert oder umgestaltet werden müssten. Doch in den letzten Wochen haben wir uns etwas in ein Objekt verguckt. Besonders Josh ist von dem Gebäude hin und weg. Während Josh jetzt vor allem mit Bankern und seinem Finanzberater telefoniert, wälze ich mich durch alte Baupläne und versuche herauszufinden, ob das Gebäude für unsere Vision überhaupt geeignet ist. Wegen der Größe des Gebäudes kommt wieder die Aufteilung in Frage. Dazu sind noch einige Dinge ziemlich unklar, daher kann ich da noch nicht mehr drauf eingehen. Es könnte aber bald wieder ziemlich interessant werden.

pläne

Die zweite Interessante Neuigkeit aus dem Büro ist eine personelle Verstärkung. Die alte Bekannte Gillian ist im Oktober wieder von New York zurück gezogen. Sie arbeitet freiberuflich als Berater und Produzent für Startups und kleinere Betriebe. Ich kaue schon seit langer Zeit Josh ein Ohr damit ab, dass uns ein weiterer Produzent sehr gut tun würde und durch Gillian’s Rückkehr bot sich nun eine passende Gelegenheit. Jetzt wird Gill also auf freiberufliche Basis ein paar Stunden die Woche für uns arbeiten. Dabei kümmert sie sich vor allem um eine effektivere Planung der Filmproduktion, die Verwaltung des Budgets und die mögliche Akquise von Sponsoren und kommerziellen Jobs. Ich bin guter Dinge, dass Gillian’s Mitwirken uns ein nötigen frischen Wind bringen und einige festgefahrene Prozesse umwerfen und verbessern wird. Ich freu mich drauf. Zumal Gillian als Teil ihrer Bezahlung auch einen Schreibtisch bei uns angemietet hat. So haben wir endlich auch etwas Estrogen im Büro, was auch mal etwas Abwechslung schafft.

 

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The Meeting 10

 

crater lake

Nach meiner Abwesenheit im letzten Jahr lies ich mir letzte Woche die zehnte Ausgabe des Filmfestivals The Meeting in Aspen nicht entgehen. Wie immer verwöhnt uns Aspen Snowmass mit vorzüglicher Gastfreundschaft, einem bunten Unterhaltungsprogramm und fantastischem Herbstwetter.

the berman brothers

Gemeinsam mit Zach fuhren Josh und ich bereits am Mittwoch nach Aspen, denn wir wollten uns einen ganzen freien Tag gönnen, bevor das Festival losgeht. Nach einem Warm-up im Hot-tub des Sky Hotels mit Bloody Mary, Schneefall und Tablet (Digi Dave machte seinem Namen mal wieder alle Ehre und brachte sein wasserfestes Touchpad mit in den Pool) ging es in kleiner Runde zum besten Japaner Aspens. Wieder einmal verwöhnte uns Travis Redd, ein ehemaliger Athlet und jetziger Manager im Kenichi, mit einem fantastischen Menü und viel zu vielen Sake Bombs.

KenichiAm Donnerstag machten Josh und ich dann eine kleine Wanderung hoch zum Crater Lake am Fuße der berühmten Maroon Bells. Wie immer ist der Herbst wahrscheinlich die beste Zeit in den Bergen um Aspen, da der gesamte Wald vor lauter Farben explodiert. Wenn dann noch die Bergspitzen mit dem ersten Schnee gezuckert sind und der berühmte blaue Himmel über Colorado lacht, kann man sich an dem Anblick kaum satt sehen. Wirklich traumhaft.

maroon bells maroon bells 2 schui crater lake aspen josh and schui

Nach der Wanderung begann mit dem Aspen Amateurfilm Award der offizielle Teil des Meetings.

Am nächsten Morgen standen wieder die Vorträge auf dem Programm. Ein erlesene Auswahl an interessanten Personen aus der Ski-Industrie diskutiert in Podiumsdiskussionen aktuelle Trends, Ideen und Arbeitsweisen. Doch am interessantesten sind immer die eingeladenen Render von außerhalb. Dieses Jahr standen dabei besonders der America’s Cup Gewinner T.A. McCann und der Activism Manager von Ben & Jerry’s Chris Miller heraus. Immer wieder sehr erfrischend, erfolgreichen Menschen außerhalb unserer Industrie zuzuhören.

Am Freitag Abend wurde unser Film wieder in der Lodge auf dem Gipfel des Ajax Mountains gezeigt. Und am Samstag Mittag stand wieder mein Lieblingsprogrammpunkt an. Go-Cart fahren! Das macht einfach so irre viel Spaß. Umso schöner, wenn auch das Wetter sich wieder von der besten Seite zeigt. So tobten wir uns für mehrere Stunden auf der großen Rennstrecke aus, und am nächsten Tag bin ich vor lauter Muskelkater kaum aus dem Bett gekommen.

go cart

Filme hab ich dieses Jahr nur ganz wenige geschaut. Hat sich meistens mit irgendwelchen anderen Beschäftigungen überschnitten. Ich konnte lediglich die erste Hälfte des neuen Matchstick Films sehen. Fast wie zu erwarten, war das mal wieder eine ziemliche Enttäuschung. Schwacher Soundtrack und viel zu viel Schleichwerbung. Ziemlicher Weichspüler. Dagegen war der letzte Teil der Jeremy Jones Trilogie ‘Higher’ ein echter Wahnsinn. Wie der Name schon sagt, ging es diesmal hoch hinaus. In den extremsten Expeditionen versucht Jones noch nie befahrene Gipfel mit dem Snowboard zu bezwingen. Für jeden Freund von Bergen und Extremsport ist der Film wirklich wärmstens zu empfehlen.

Nach fünf vollgepackten Tagen fuhren wir wieder zurück nach Denver. Natürlich nicht ohne ein letztes optisches Highlight bei der Überfahrt des Independence Pass. Bis zum nächsten Jahr!

aspen trees

Im Büro kehrt ganz langsam wieder der Alltag ein. Die Woche hab ich vor allem mit Produktfotografie verbracht. Wir hatten unsere Muster der neuen Level 1 x Jiberish Kollektion erhalten, und das muss dann natürlich fotografiert werden.

studio

Die Jacken sind dieses Jahr echt cool geworden. Immer wieder spannend, wenn man die selbst entworfenen, komplexeren Kleidungsstücke das erste Mal in den Händen hält. Hoffentlich gefällt es den Fans genauso gut.

Am Donnerstag erreichten uns dann auch unsere DVD und Blu-Ray Disc von less im Büro. Der Verkauf der digitalen Version auf iTunes und Vimeo ist bereits ziemlich gut gestartet und jetzt folgen auch endlich die physikalischen Exemplare, für die Anhänger der altmodischen Medien. Somit können wir fast offiziell einen Haken unter den diesjährigen Film setzten.

 

 

 

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