#RoadToSummit

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Nachdem man nur hört, wie gut der Schnee im Moment in den Rockies ist, wollte ich doch auch endlich mal wieder in die Berge. Und glücklicherweise hatten mir Steph und Jared angeboten, mich mal mitzunehmen. Leider geht wie für die meisten Berufstätigen nur am Wochenende. Damit muss man sich dann halt mit tausenden weiteren Weekend Warrior in die Berge stauen. Kommt dann noch Schneefall hinzu, wird es doch ziemlich zäh. Selbst wenn man um 6.30 Uhr losfährt, kommt man trotzdem noch in den Stau. Und da durch die starken Schneefälle der Loveland Pass geschlossen war, mussten auch alle Laster durch die Eisenhauer Tunnels. Da aber Laster mit gefährlicher Ladung nur in Blockabfertigung durch den Tunnel gelassen werden, kommt noch mal ein extra Staufaktor hinzu.

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Aber da man ja eh nichts daran ändern kann, nahmen wir das ganze relativ gelassen und nach 3h (anstelle von 1.5h) kamen wir endlich im verschneiten Breckenridge an. Natürlich ist dann auch an den Liften ordentlich was los. Doch hier kommt ein amerikanisches Phänomen zur Hilfe. In Europa wirst du nirgends so gesittete und gut organisierte Schlangen erleben! Die Leute reihen sich gelassen und nachsichtig ein. Daneben gibt es noch zwei Reihen für Einzelfahrer. Und an den größeren Liften gibt es sogar Einweiser. Die rufen dann die nebeneinander aufgereihten Schlangen nach einander auf, zum Lift hervorzukommen. Falls man mal aus Versehen das Reisverschlussverfahren übergeht, wird man mit passiver Aggressivität auf seinen Fehler hingewiesen. Mit Schmunzeln musste ich mir da vorstellen, wie sich ein Ami bei seinem ersten Besuch am Fellhorn fühlen würde.

Steph_Jared

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Wie man sieht, war das Wetter nicht gerade optimal und im Lift blies einem ein ordentlicher Wind ins Gesicht. Aber wenn man Schnee haben will, muss man halt auch mal mit so einem Wetter zurecht kommen. Und sobald wir uns in die Waldabfahrten gestürzt haben, war es super und man konnte sich im Terrain austoben.

Armada-TST

 

Jetzt stand ich diese Saison schon auf drei verschiedenen Paar Skiern. Meinen Dynastar Park Ski, den ich eigentlich nur zu Saisonbeginn- und Ende benutze, meine alten Fat-Ypus D-Sender in Deutschland und mein absoluter Lieblingsski, der Armada TST. Der TST ist doch ziemlich anders als meinen anderen Ski, und so hat es erstmal eine Abfahrt gebraucht, bis ich mich wieder an die zentrale Bindung und die Rocker Konstruktion gewöhnt hatte. Und, zugegeben, ich hätte den Ski vielleicht vorher mal wachsen sollen. Im Flachen bin ich kaum Steph und Jared hinterher gekommen. Trotzdem bin ich ein großer Fan dieses Skis. Der TST ist wirklich eine eierlegende Wollmilchsau!

Nach der letzten Abfahrt spazierten wir noch im Dorf etwas herum und gönnten uns ein Abendessen. Wir hatten es nicht wirklich eilig, da auf dem Heimweg sowieso wieder nur Stau auf uns wartete. Um 18 Uhr stauten wir uns dann doch wieder zum Eisenhauer Tunnel und nach weiteren drei Stunden waren wir wieder zu Hause. Also jedes Wochenende würde ich das nicht machen, aber ab und an, kann man das schon mal machen, wenn man Skifahren will.

Seit Donnerstag wird jetzt also wieder Olympische Spiele geschaut. Ich bin aber fast mehr damit beschäftigt, die Haare in der Suppe zu suchen. Sowohl bei den Spielen selbst, als auch bei der Berichterstattung der NBC. Die Highlights sind die halbfertigen Hotels, die viereinhalb Olympischen Ringe und leere Ränge beim Abfahrtslauf. Achja, und natürlich die horrenden Kosten, die durch die russische Korruption zusammen gekommen sind. Und die Eröffnungsfeier war wie zu erwarten auch relativ kitschig. Aber immerhin konnte ich beim Einlauf der Athleten ein paar bekannte Gesichter heraus picken. Allerdings musste ich die Feier live in einem inoffiziellen Stream der BBC anschauen. Denn die NBC zieht lieber vor, die ganze Show zusammengeschnitten im Abendprogramm zu zeigen. So geht es die gesamten Tage weiter. Das gesamte Programm ist auf die Quotenträchtigen Abendstunden zugeschnitten. Man kann zwar alles nachts online verfolgen. Aber dann muss man den kompletten Tag warten, bis man sich die Highlights der Wettkämpfe anschauen kann. Durch die Zeitverschiebung sind die Entscheidungen dann bis zu 20 Stunden Vergangenheit, bis die Wettkämpfe dann im nachgestellten Live-Programm der NBC zu sehen sind. Ziemlich komisch. Verpackt wird das ganze noch mit kitschigen oder oberflächlichen Einspielern über Athleten. Tiefgang hat die Berichterstattung nur ganz selten. Dafür umso mehr Eiskunstlaufen. Das lieeeeeben die Amis!

Das hab ich noch vergessen: Ein was cooles gibt’s doch noch. Josh hat vor ein paar Wochen bei der Produktion eines Werbespots für VISA mitgearbeitet. Er wurde als Berater für den Ski Aspekt engagiert. Und als er schon mal da war, konnte er auch noch mit seinen 15 Jahre Erfahrung mit der Kamera auftrumpfen. Und so sind jetzt im offiziellen Spot mit der US Hoffnung Torin Yater-Wallace ziemlich viele Aufnahmen von Josh dabei. Das ist für uns dann auch noch mal was besonderes, wenn der Spot dann im ganzen Land zur Primetime rauf- und runterläuft. Wäre halt schön, wenn wir häufiger mal bei solchen kommerziellen Sachen mitwirken könnten.

 

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