SIA und Superbowl

Uff, was für ein Wochenende. Am Donnerstag begann wieder die jährliche Fachmesse der Ski- und Snowboard-Industrie (SIA) in Denver. Das heißt vor allem viel laufen, Hände schütteln und trinken. Bevor es aber losging, sind Kyle, Tom Wallisch, dessen Freundin Steph und ich noch zu Snooze frühstücken. Bei Snooze war ich schon lange nicht mehr, weil man da am Wochenende immer so lange anstehen muss. Es ist aber auch verdammt lecker. Neben den einzelnen Speisen bestellten wir noch den Pancake des Tages. Strawberry Shortcake mit Vanilleeis. Oooohh yeah!

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So sind Josh und ich meist von Stand zu Stand getingelt und haben ehemalige, aktuelle oder mögliche Geschäftspartner getroffen. Teilweise wurde über einen neuen Vertrag verhandelt, teilweise wurde sich aber nur ausgetauscht. Networking halt. Das Networking wird dann gegen 5 Uhr bei Freibier vertieft. Einige Firmen bestellen bei der Messe ein paar Bier und es wird bei Musik und Bier (oder Schmuggelware) entspannt.

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Gegen 18 Uhr strömen die Messebesucher aus der Halle in die Innenstadt und füllen die umliegenden Restaurants und Bars. Gemeinsam mit Kyle und Wiley Miller machten wir uns auf zum SIA Party Hopping. Während der Messe veranstalten viele der “hipperen” Marken eine Party auf der dann meist mit Freigetränken die Industrie verwöhnt wird. So führte uns der Abend von der Zeal Optics Party im Ace zum extrem ausgelassenen Karaoke Battle zwischen Moment Skis und Icelantic Skis im Ameda und schließlich landeten wir bei der Nordica Party von TJ Schiller und Rory Bushfield.

Dementsprechend zäh ging es für mich am nächsten Morgen wieder auf die Messe. Nach einem weiteren Tag mit Meetings verlies ich die Halle etwas früher um ins Büro zu fahren. Denn am Abend veranstaltete das Freeskier Magazine mit unserer Unterstützung eine Fotoausstellung. Dazu hatte Freeskier die Arthaus Galerie von nebenan gemietet. Und bei ins im Laden wurde ausgeschenkt. Lustiger weise kam der Besitzer des Fleischlieferanten Tender Belly zwei Tage vorher bei uns im Büro vorbei. Tender Belly beliefert hauptsächlich gehobene Restaurants und Catering Unternehmen mit hochwertigen Produkten rund ums Schwein. Die Firma hat gleich um die Ecke von unserem Büro ihr Lagerhaus. Und als der Chef von der Party erfahren hatte, fragte er, ob er nicht noch etwas sponsorn könnte. Und nachdem unser Office Manager Dan schon immer scharf darauf war, ein Spanferkel zu machen, haben wir kurzerhand eine ganze Sau geschenkt bekommen. Die hat Dan dann auch den ganzen Tag auf dem Grill gebraten.

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Dan mit Ferkel (©Blake Kimmel) 

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Die Ruhe vor dem Sturm im Arthaus (©Charles Robbins) 

Ich kümmerte mich hauptsächlich um die Bar in unserem Büro, was wieder mal mehr Stress bedeutete, als mir lieb war. Die ausgestellten Fotos waren alles Skibilder aus dem Freeskier Photo Annual. Sozusagen die Highlights der vergangen Saison. Alle Bilder wurden für die Sarah Burke Foundation versteigert. Der Abend ging von 17-21 Uhr und war ein voller Erfolg. Wahnsinnig viele Gäste aus der Ski-Industrie kamen vorbei und so hatten viele die Gelegenheit, auch unser neues Büro zu bestaunen. Da ich irgendwie gerade in Geberlaune war, hab ich auch für ein Bild mitgeboten. Das Bryn Hughes Foto von unserem Athleten Chris Logan hatte es mir angetan. Das Foto fällt vielleicht nicht gleich auf den ersten Blick ins Auge, aber da C-Lo einer meiner Lieblingsfahrer ist, und sein Trick auf dem Bild extrem stylisch ist,  fiel mir die Entscheidung nicht schwer und am Ende ging ich tatsächlich mit dem Bild nach Hause.

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Nach der Party war ich aber echt knapp. Allerdings wartete noch ein weiteres Highlight auf mich. Zum Glück hatte ich etwas Zeit für einen Disco-Nap. (Nickerchen)

Halbwegs erfrischt wurde ich von Kyle, Tom, Steph und Gabe abgeholt. Für die Afterparty eines großen Konzerts hatte Jiberish den DJ und Produzenten Diplo gebucht. Für USA ungewöhnlich spät, betrat der Star erst gegen halb zwei die Bühne.

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Aber das Gothic Theater war bereits nach den ersten Beats am überkochen. Der mit etwa 1000 Gästen ausverkaufte Laden brodelte förmlich vor Energie. Ich hab selten ein Konzert oder Club erlebt, in dem wirklich alle Menschen so abgegangen sind. Das muss wohl aber auch daran liegen, dass das Konzert nur bis drei Uhr ging. Da heißt es eben von der ersten  bis zur letzten Minute Vollgas zu geben. Selbst die gesetzlich vorgeschrieben letzte Runde um 2 Uhr konnte die Menge nicht stoppen.

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Aus der Sicht von Diplo. Ich war irgendwo oben rechts auf dem Balkon von Jiberish.

Aus der Sicht von Diplo. Ich war irgendwo oben rechts auf dem Balkon von Jiberish.

Am nächsten Morgen – sagen wir eher Mittag – traf ich mich wieder mit Kyle, Steph und Tom zum Frühstück. Diesmal im Park Burger. Dabei sollte man anmerken, dass wir im Pullover auf der Terrasse saßen. Frühlingshafte Temperaturen im Februar! Anschließend noch mal kurz auf die Messe. Anschließend ging es mit der Hot Possie und Jimbo Morgan von Tomahawk zum Abendessen. Da wir alle langsam genug von den ganzen Industrie Small-Talks hatten, entschieden wir uns danach gegen einer der zahlreichen SIA Parties und bevorzugten stattdessen das lokalere Highlight des Mile High Soul Club. Die Funk- und Soul Night war zum ersten mal in die etwas größere Beauty Bar umgezogen.

So ging also die lange Messe zu Ende. Doch am Sonntag ging es schon wieder weiter. Das amerikanische TV Highlight des Jahres stand an. Der Superbowl zwischen den Baltimore Ravens und den San Francisco 49ers. Im Hause Sirotek hatten Jonnie, Teddy und Jimmy zum “Public” Viewing geladen. So publik war es aber nicht. Wir waren nur zu sechst. So war aber mehr hausgemachtes Pulled Pork und Krautsalat für alle da. Das Spiel begann zunächst recht einseitig, bis dann im dritten Viertel ein Stromausfall im Stadion für eine gelungene Abwechslung sorgte. Nach der ungeplanten Pause kamen die 49ers endlich aus ihren Latschen und lieferten eine packende Aufholjagd. Leider hat es am End nicht ganz gereicht. Etwas enttäuscht waren wir dieses Jahr allerdings von den Werbeunterbrechungen. Durch die Einschaltquoten, die etwa einem WM Endspiel mit deutscher Beteiligung ähneln, sind die Werbepausen absolute Filetstücke. Deshalb geben Firmen Millionen aus, um kleine filmische Kunstwerke mit teils humorvollen oder epischen Inhalten in das Land zu verbreiten. Doch dieses Jahr waren irgendwie nicht so die Brüller dabei. Egal. So konnten wir uns in kleiner Runde mit witzigen Kommentaren selbst bei Laune halten.

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Nach dem heftigen Wochenendprogramm bin ich heute morgen fast schon erwartungsgemäß wie ein Zombie aufgewacht. Ich hoffe mal, dass meine Erkältung mit etwas Schlaf wieder schnell vergeht.

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One Response to SIA und Superbowl

  1. buzz says:

    Heile, heile Segen!